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Dinkelsbühl in Japan
   
  Madame FIGARO japon, ein Hochglanzmagazin vergleichbar mit VOGUE oder MADAME, veröffentlichte im November letzten Jahres einen 37seitigen Bericht über die Romantische Straße. Da darf Dinkelsbühl natürlich nicht fehlen, und deshalb weilte ein Reporterteam aus Japan im Oktober für zwei Tage in unserer Stadt. In Begleitung eines Gästeführers ließen sie sich die Altstadt zeigen und suchten vor allem nach dem Besonderen, nicht unbedingt nach alten Fassaden, sondern nach Künstlern und Handwerkern, die sich hier niedergelassen haben, nach nicht alltäglichen Läden und Hotels, die die Japaner animieren sollten, die Romantische Straße zu bereisen und nicht nur in Rothenburg Station zu machen, sondern auch Dinkelsbühl zu besuchen. Und dies meinte das Team auch, die Teilnehmer waren begeistert, was sich auch auf den vier Seiten, in denen Dinkelsbühl vorgestellt wird, widerspiegelt. Selbst auf dem Titelbild der Reportage ist nicht etwa Würzburg oder Rothenburg abgebildet, nein, Dinkelsbühl prangt auf einer Doppelseite.

In Dinkelsbühl habe ich einige Leute getroffen...


Uns liegt die Übersetzung des Artikels vor, und diesen möchten wir Ihnen in Auszügen wiedergeben: "Dinkelsbühl - eine ideale Stadt, wo viele schöne Fachwerkhäuser stehen, und welche die Maler liebten. Die Gassen, so wundervoll, wie aus einem Bilderbuch, die deshalb von romantischen Malern geliebt wurden. Heutzutage ziehen die Künstler hierher und schaffen sich eigenen Ateliers. .... In Dinkelsbühl habe ich einige Leute getroffen. Es sind keine Touristen, sondern ihre Einwohner. ....." Und weiter lesen wir: "Ich suchte für meine Arbeit eine ruhige Umgebung, bei der ich mich gut konzentrieren kann. Die Atmosphäre der Stadt hat mir sehr gefallen, sagte Gitarrenmacher W. Amann.... Ein Ingenieur hat seinen Traum als Künstler in dieser Stadt verwirklicht. Er und seine Frau betreiben ein Kunst-Hotel, in welchem er seine Werke herstellt.... Das Hotel von den romantischen Malern - Hotel Weisses Ross. Viele Malereien hängen an der Wand im Hotel. Ehemals gaben die romantischen Maler ihre Kunstwerke statt der Übernachtungskosten... Die Möbel, die der dritte Chef entworfen hat, wurden ohne Nägel und Schrauben zusammengesetzt. Das ist die traditionelle Methode. ... Ein junges Bildhauer-Ehepaar ist hierher gezogen und sie haben eine eigene Werkstatt hier."


Besuch aus Japan


Der "Weinmarkt" der Familie Beitzer bekam kurz vor Weihnachten bereits Besuch von Japanern, die den Artikel gelesen hatten und anhand der Beschreibungen die verschiedenen Läden und Ateliers aufsuchten. Vielleicht können wir uns nun bereits in der kommenden Saison über die Besucherflut aus Japan freuen, nicht unbedingt über die Gruppenreisen, die in 30 Minuten unsere Stadt im Laufschritt erkunden, sondern über die gutbetuchten Einzelreisenden. Warten wir es ab.

   
   
   
 
 
   
   
   
   
 
 
 
 
Es war einmal in Dinkelsbühl
 
von Patricia Lee Gauch
Bilder von Tomie de Paola
 
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