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Acht Entdeckungen

siebenmal Dinkelsbühl

   
   
 

Im Internet aufgespürt

Die "Kölnische Rundschau" berichtet über ein "schönes Fleckchen Erde"
Sänger aus Bleifeld bekamen "viel Applaus in Franken"

"Bleifeld / Dinkelsbühl. Ein schönes Fleckchen Erde hatten sich die Sänger des MGV Bleifeld für ihre diesjährige Konzertreise ausgesucht. Und - wie man der örtlichen Presse entnehmen konnte - für musikalische Highlights rund um das mittelalterliche Kleinod Dinkelsbühl gesorgt. (...) Besinnlich stimmten die Sänger auch (...) ihr Sonntagskonzert im Stadtpark an. (...) Der lebhafte Beifall war ehrlich verdient. Auch bei der Stadtführung durch die alten Gassen, beim Besuch der historischen Brauerei Höhenberger (Anm.d.Red.: ?) und der Erkundung der Umgebung Dinkelsbühls erklangen immer wieder die Stimmen aus dem Bergischen Land; auf der Fahrt durch das Altmühltal wie auch beim Besuch des Eichstädt(!)er Doms, der fränkischen Seenplatte und bei der Sonntagsmesse im Dinkelsbühler Münster. Gut 150 Gäste waren der Einladung des Touristik-Zentrums zum volkstümlichen Chorkonzert in den Stadtpark gefolgt und waren begeistert von den 20 Liedvorträgen der Bleifelder. Der letzte offizielle Programmpunkt war Schloss Schillingsfürst nebst Bayerischem Jagdfalkenhof. Am Abend kamen die Gäste des Hotels 'Goldenes Lamm' noch einmal in den Genuss Bleifelder Sangeskunst."


An das Stadtarchiv zur Einordnung unter Curiosa

wurde gesandt, was schließlich bei uns landete: das Titelblatt einer in Bangkok erschienenen Zeitschrift einer dortigen Hotelkette, Werbung für typisches (!) Deutschland. Die Zeitschrift gab keinerlei Hinweise dazu, wo die Aufnahme entstand und was sie zeigt.


Der Kommissar aus Heilbronn wieder am Werk

Günter Haug hat auf den bösen Verriß zweier seiner Werke in Funkfeuer Nr. 49 nicht reagiert. Umso mehr freut uns, daß sein Alpenkrimi "Hüttenzauber" (Gmeiner Verlag, Meßkirchen 2003) anderswo besser wegkommt als die von uns besprochenen Werke. Das Alpenvereinsblatt "Panorama" schreibt dazu in Heft 4, 2003 in teilweise erheiternden Formulierungen:
"Mord auf einer Alpenvereinshütte - das kommt zum Glück nicht alle Tage vor. Entsprechend selten spielen Hütten die Hauptrolle in Kriminalromanen und Thrillern. Seit März 2003 hat sich das jedoch geändert, denn Kommissar 'Hotte' tritt in Aktion. Schauplatz des Verbrechens ist die Heilbronner Hütte in den Voralberger Alpen." Alle Motive eines vermeintlich guten Kriminalromans seien perfekt, heißt es in der Besprechung reichlich unklar. Dazu passe auch "der große Showdown auf dem Staudamm des Silvretta-Stausees, der in jedem Actionfilm gut aufgehoben wäre, für seinen Spielort aber etwas überdimensioniert wirkt." Lesenswert sei der Krimi dennoch, nicht zuletzt wegen des "geografisch und alpinistisch gut gezeichneten Spielorts", und er mache "trotz allem Verbrechen Lust auf eigene Bergtouren, wenn auch weniger kriminelle." Immerhin etwas! Ob das den literarischen Ansprüchen des Autors genügt?


Auswärtserfolg des Dinkelsbühler Theaters

Leider bekommen wir selten von auswärts Kritiken zu den Inszenierungen des Fränkisch-Schwäbischen Städtetheaters, weshalb wir unser Vorhaben, über solche Reaktionen den Dinkelsbühler Theaterfreunden zu berichten, oft nicht verwirklichen können. Aus Nierstein, wo das Theater im Sommer mit "Der Name der Rose" gastierte, konnten wir uns eine Besprechung im Internet besorgen. Dort fiel die Nähe der Inszenierung zum filmischen Welterfolg auf, und "die düstere, spannungsgeladene und zeitweise bedrohliche und gewalttätige Atmosphäre des Stückes wurde durch die beeindruckende musikalische Gestaltung unter der Leitung von Christian Auer fühlbar verstärkt." Zum Schluß das besonders Erfreuliche: "Die vom Publikum mit großem Beifall belohnte Aufführung war die erste von fünf geplanten Kooperationen des Niersteiner Kultursommers und des Städtetheaters Dinkelsbühl."


Grüße aus dem unhygienischen Dinkelsbühl

Immer wieder betrachtenswert ist die alte Ansichtskarte aus dem Verlag Paul Schön. Anlaß für uns, sie hier abzubilden, ist, was auf der Rückseite der Ansichtskarte mit Poststempel vom 1.6.1931 aus Dinkelsbühl nach Kreuzlingen in der Schweiz vermeldet wird:
"Lieber Doktor! Wir sind jetzt männiglich in Dinkelsbühl angekommen. Die Stadt ist extrem unhygienisch, denn es hat mangsmal Miststöcke und andere Abwasser auf den Straßen. Hygienische Grüße von den Viertklässlern."

Zum Thomastag: Zweifache Suche

Der Thomastag, der 21. Dezember, schon im Mittelalter einer der vier Markttage der Reichsstadt Nürnberg, wurde seit Jahrhunderten am letzten Sonntag vor Weihnachten begangen. Solange es seit 1623 die Universität in Altdorf gab, trafen sich an diesem Tag vor Weihnachten Studenten und Professoren im benachbarten Nürnberg, um Einkäufe für das Fest zu tätigen, kulturelle Veranstaltungen zu besuchen und in Kneipen tüchtig zu zechen. Später wurde diese Tradition von der 1743 gegründeten Nachfolge-Universität Erlangen weitergeführt. Noch heute gibt es den Thomasbummel, bei dem korporierte Studenten und ihre Alten Herren in Couleur durch die Nürnberger Innenstadt ziehen und sich anschließend in verschiedenen Lokalen zu Kneipveranstaltungen zu treffen.
So weit ist alles klar. Wie die "Mainpost" in ihrem Bad Neustädter Lokalteil berichtet, gibt es in Bad Neustadt eine 95-jährige Frau, deren Steckenpferd Mundart-Gedichte sind. Sie erinnert sich an ein Gedicht zum Thomastag, das so beginnt: "Der Thomastag in Nürnberg, der is doch sehr bekannt. Dou komma sehr viel Fremde, bsunders viel vom Land. A Bauer, der zum erschden Mol nach Nürmberch nei is gfahrn ..." Bis hierher reicht die Erinnerung. Auf der Suche nach dem weiteren Wortlaut ist ihr der Journalist Siggi Seuß behilflich. Nach zahlreichen vergeblichen Bemühungen ist es Seuß und dem Bayerischen Rundfunk ein Hörspiel wert, das die gemeinsamen Recherchen schildert und Anfang August auf BR 2 ausgestrahlt wurde. Ob das zu neuen Erkenntnissen führte, wissen wir nicht, aber wir erfahren, daß die 95-jährige Dame namens Karoline Fichtner gebürtige Dinkelsbühlerin ist und vermutlich in ihrer frühen Kindheit in unserer Stadt lebte. Vielleicht weiß unter unseren Leser(inne)n jemand mehr?


Hier täuschte sich ein Dinkelsbühler

Leser machten uns auf einen Artikel in "DIE ZEIT" aufmerksam, der sich ausführlich mit dem Edelstein-Imperium des Ernest Oppenheimer befaßt. Uns interessiert sein ehemaliger Lehrherr wegen seines Namens: "Große Geschichten beginnen manchmal ziemlich banal. Diese beginnt im Jahre 1896 mit ein paar Tintenspritzern auf der Weste eines Edelsteinhändlers in London. Der Händler, ein gewisser Anton Dinkelsbuhler, war ziemlich sauer auf seinen unbeholfenen Bürogehilfen, der ihn beim Nachfüllen der Tintenfässer bekleckert hatte. 'Von wegen Diamantenexperte!', knurrte Dinkelsbuhler. 'Du würdest nicht einmal einen guten Kellner abgeben!' Vielleicht war dieses Malheur der entscheidende Moment im Leben des 16-jährigen Bürogehilfen Ernest Oppenheimer. Der unscheinbare Bursche sollte der mächtigste Diamantenhändler des 20. Jahrhunderts werden und 90 Prozent des Weltmarktes beherrschen."


Was sich Dinkelsbühl hinter den Spiegel stecken sollte

Die "Siebenbürger-Zeitung" berichtet in ihrer Ausgabe vom 20.09.2003 über das Hermannstädter Treffen in Landshut:
"Als im April 2002 das Partnerschaftsabkommen zwischen Hermannstadt iund Landshut abgeschlossen wurde, war für die Heimatortsgemeinschaft der Deutschen aus Hermannstadt (HDH) klar, dass die kommenden Hermannstädter Treffen von nun an in Landshut stattfinden würden, zumal in Dinkelsbühl die Preise für Veranstaltungslokale, Genehmigungen und Gebühren sich dramatisch erhöht hatten, so dass immer mehr Geldmittel aus der Vereinskasse zum Decken der Auslagen benötigt wurden. In Landshut erwarten uns viel bessere Bedingungen, und da die Stadt auch einen reizvollen Stadtkern besitzt, wo die zwei parallel verlaufenden Hauptstraßen , die Altstadt und die Neustadt, die besten Bedingungen für einen Korso bieten, blicken wir erwartungsvoll dem ersten Treffen der Hermannstädter in Landshut entgegen. Für einige wird die Anfahrt leider etwas länger sein, für die in Bayern lebenden kürzer, dafür sind aber Bahnanbindungen gegeben, die in Dinkelsbühl nicht existieren. Dementsprechend können auch ältere Leute, die nicht (mehr) Auto fahren, problemlos anreisen und teilnehmen."

   
   
 
 
 
 
   
 
Von der Geschichte leben ?
 
Das Beispiel Dinkelsbühl
 
 
von Ernst-Otto Erhard
   
 
"Eine ebenso liebevolle wie kritische Diagnose" (Charivari)
   
 
€ 11,80
   
 
Erhältlich in allen Buchhandlungen Dinkelsbühls und beim Funkfeuer-Verlag, Am Anger 5, 91550 Dinkelsbühl, Tel.: 09851 / 5703112
   
 
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