Start
   
  Aktuelle Ausgabe
   
  Kulturtermine
   
  Funkfeuer kaufen
   
  Funkfeuer-Bücher
   
  Archiv
   
  Über uns-der Verlag
   
  Kulturlinks
   
 
   
   
  >>> Theater
 
 
 

 

 
50 Jahre Dinkelsbühler Theater: Aus früher Zeit
 

 

Klaus Schlette – 11 Jahre Intendant in Dinkelsbühl

Über die großen Erfolge des Dinkelsbühler Theaters in den letzten Jahren freuen wir uns, wie alle Theaterfreunde in Stadt und Region, mit dem Intendanten Peter Cahn und seinem Ensemble. 50 Jahre Theater in Dinkelsbühl sind eine lange Zeit; ein intensiverer Blick auf die Anfänge unter Erich Krempin und vor allem Klaus Schlette erscheint uns gerade im Jubiläumsjahr angebracht. Umfangreicher als geplant, aber auch lohnend wurden unsere Recherchen, die ein möglichst zusammenfassendes Bild ergeben sollten. Zudem baten wir einige Personen, die die Schlette-Zeit miterlebt haben, um ein kurzes Statement zu einer spontanen Erinnerung an damals und bekamen auch von Frau Friederike Schlette einen Text zu ihrer und Klaus Schlettes Zeit in Dinkelsbühl. Alle diese Beiträge, für die wir herzlich danken, setzen wir „in Kasten“ verstreut in unseren Artikel ein.

1953 hatte Erich Krempin in Rothenburg das „Kleine Burgschauspiel“ gegründet und damit in der alten Reichsstadt kein leichtes Leben. Mit drei Inszenierungen hatte er sich 1955 und 1956 in Dinkelsbühl bekannt gemacht, wo damals, vor allem nach der Gründung des Theater- und Kulturringes, die Bevölkerung Theater-aufführungen gegenüber sehr aufgeschlossen war. Wegen beträchtlicher Querelen in Rothenburg wollte Krempin unter keinen Umständen länger in der Stadt arbeiten, und Dinkelsbühl war bereit, das Theater aufzunehmen und dafür einen jährlichen Zuschuß von 3000 DM zu leisten. Die Bedingungen, die Krempin bei seiner Übersiedlung akzeptieren mußte, sprachen von großer Vorsicht gegenüber dem Novum Theater in der Kleinstadt. So mußte Krempin „unter Bezugnahme auf ein anonymes Schreiben“ erklären, „daß es der Stadt Dinkelsbühl jederzeit freistehe zurückzutreten, falls die moralische Aufführung der Mitglieder des Ensembles zu Be-schwerden Anlaß gebe.“ Immerhin: Der Stadtrat beschloß in seiner Sitzung vom 7. September 1956 einstimmig sein Einverständnis mit der Übersied-lung des „Kleinen Burgschauspiels Rothenburg“ nach Din-kelsbühl mit Wirkung vom 1. Oktober 1956. Bürgermeister Schmidt erklärte ausdrücklich, „daß die Stadt Dinkelsbühl in keinerlei Weise eine Abwerbung vorgenommen hat, um das Burgschauspiel nach Dinkelsbühl zu bringen.“ Umgekehrt bedauerte in Rothenburg Stadtrat Dr. Schubert das Weggehen Krempins, „der die Verbindung einfach abreißen ließ“. Das Theater hieß jetzt, trotz nicht nachweisbarer Burg und ohne bestandenen Qualitätsvergleich mit einem renommierten Burgthea-ter andernorts, „Burgschauspiel Dinkelsbühl“. Es war damals mehr ein Privatunterneh-men. Schlette verglich es später mit einem Tabakwa-renkiosk. Krempin äußert sich in einem Brief zum Um-zug folgendermaßen: „Inzwischen habe ich meinen Betrieb (sic!) nach Dinkelsbühl verlegt, das zwar kleiner ist als Rothenburg, uns aber wesentlich bessere Arbeitbedingungen bietet. V.a. haben wir einen entzückenden Kammerspielsaal (…) Die Abstecher bleiben dieselben, dahingegen sind die Stadtväter entschieden umgänglicher.“ Schon bald faßt Stadtrat Dr. Wustmann die allgemeine Meinung in Dinkelsbühl dahingehend zusammen, daß unbedingt alles getan werden müsse, um den Bestand dieser Institution weiter zu erhalten, „die aus dem Kulturleben der Stadt nicht mehr wegzudenken ist“.
Wir überspringen drei Jahre. Der plötzliche Tod Krempins am 8. Mai 1959 stellte den Stadtrat vor eine neue Entscheidung. Die Ensemblemitglieder sind zwar zu einer Interimslösung bereit, erklären aber auch, „daß als Nachfolger von Herrn Krempin nur ein Theaterfachmann mit der nötigen Reife in Frage kommen könne“.

Klaus Schlette stellt sich der Aufgabe in der Provinz

Am 5. Juli 1959 lädt das Burgschauspiel Dinkelsbühl die Stadträte für den 17. Juli zu einer Gast- und Probeinszenierung von Klaus Schlette in den Konzertsaal ein, und am 15. September bestätigt die Stadt gegenüber dem Postamt (eine andere Aktennotiz konnten wir nicht entdecken), „daß Herr Klaus Schlette der Leiter des Burgschauspiels Dinkelsbühl ist“. Die FLZ berichtet am 10.09.1959:
„Das Burgschauspiel Dinkelsbühl hat seinen neuen Leiter. Mit dem ,Soliden jungen Mann‘ hat er sich vor einiger Zeit schon einem Teil der Dinkelsbühler Theaterfreunde vorgestellt: Heinz (!) Schlette, bisher Leiter der Studiobühne der Universität Frankfurt am Main. Mit dem Theater kam er nach dem Krieg bei der Tanzgruppe des Landestheaters Darmstadt in Berührung. Über eine Regieassistenz in Wiesbaden und eine Ausbildung als Bühnenbildner an der Wiesbadener Werkkunstschule führte ihn sein Weg nach Mainz, wo er die Leitung der Studiobühne der Universität übernahm. Seine erste Inszenierung (der inzwischen über 30 weitere gefolgt sind) war Lessings ‚Der junge Gelehrte’. Als Schüler Richard Weicherts ging er zwei Jahre später nach Frankfurt, wo er seit sechs Jahren die Studiobühne der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität leitete. (…) In der Titelrolle von Molières ‚Misanthrop’, mit dessen Inszenierung er seine erste Dinkelsbühler Spielzeit eröffnet, wird sich Heinz Schlette dem Publikum auch als Schauspieler vorstellen.“

Zum Thema „Theater in der Provinz“ äußerte sich Schlette in seinem Festvortrag zum 30jährigen Jubiläum des Theater- und Kulturringes der Stadt Dinkelsbühl mit einem eindeutigen Bekenntnis: „’Theater in der Provinz?’ mit einem Fragezeichen. Der Titel ist vom Theater- und Kul-turring ausgewählt worden; ich bin insofern mitschuldig, als ich mich nicht festgelegt habe. – Dieses Fragezeichen kann Verschiedenes bedeuten. Das kann einmal bedeuten: Gibt es das überhaupt, Theater in der Provinz? Aber das ist natürlich keine Frage, denn das ist bewiesen, daß es das gibt. Und dann kann es weiter bedeuten: Soll es das geben, lohnt sich das? – Die Herren vom Theater- und Kulturring, die mich lange genug kennen, haben das meiner Meinung nach draufgeschrieben, um mich zu provozieren; denn die wissen natürlich, daß ich nur in die Provinz gehöre und nur in der Provinz gearbeitet habe. Ich nehme diese Provokation an und bitte Sie alle ganz herzlich, Ihre Einladung herauszunehmen und einen Stift und das Fragezeichen, das da drinsteht, zu einem ganz dicken Ausrufezeichen zu machen. Damit wäre erstmal das Thema bereinigt: Es heißt für mich natürlich ‚Theater in der Provinz!’ mit einem Ausrufezeichen.
Provinz kann einmal ein Landesteil sein, ein größeres Verwaltungsgebiet. (…) Und dann kann es weiterhin bedeuten das Land, das Hinterland im Gegensatz zur Hauptstadt. (…) Die dritte Bedeutung, die das Wort Provinz hat, die sollte wohl doch nicht gemeint sein. Meistens im Zusammenhang mit Kultur wird es ironisch abwertend gebraucht für eine rückständige Gegend, für kleingestrickt, rückständig, borniert. Und ich meine überhaupt, diese ‚Provinz’ existiert ausschließlich in den hohlen Köpfen derer, die es in diesem Sinne von oben herab gebrauchen. Für mich war der Name ‚Provinz’ immer so etwas wie ein Ehrentitel, eine Auszeichnung. (…) Ich sehe ‚Provinz’ als etwas Positives.“
Konkret zu seiner Arbeit in Dinkelsbühl schrieb Schlette in einem Brief an Michaela Peters, die zum Thema „Probleme eines Provinztheaters – Das Fränkisch-Schwäbische Städtetheater in Dinkelsbühl“ eine Facharbeit anfertigte: „Was meine Pläne in Dinkelsbühl waren? So Theater zu machen, daß es neben den wohlhabenden und großkotzigen Häusern , was Qualität und Spaß anbelangt, bestehen kann. Und das ist mir bis zu einem gewissen Grad wohl gelungen. Wir haben dieselben Aufführungen, die im Künßberggarten liefen, auch in München gespielt und damit Erfolg gehabt und Kritiken bekommen, als hätten wir das Theater überhaupt erst entdeckt.“ Schlettes Theaterarbeit und vor allem seine Shakespeare-Inszenierungen wurden mehrfach in überregionalen Zeitungen, so der SZ und der ZEIT, gewürdigt.

Probleme, Bemühungen … und eine Metzgerei

Die Arbeitsbedingungen des Grün-dungstheaters in Dinkelsbühl waren am Anfang der Intendanz Schlettes nicht viel anders als zu Krempins Zeiten. Sie sind in der Überarbeitung der oben genannten Facharbeit Michaela Peters in der Festschrift zum 30jährigen Jubiläum des Theater- und Kulturringes der Stadt Dinkelsbühl (dort Seite 8 ff) ausführlich beschrieben.
Neben seiner eigentlichen , der künstlerischen Theaterarbeit ging es Schlette von Anfang an um Zuschußgewäh-rung von öffentlichen Institutionen, damit die Löhne der Schauspieler von anfangs 200 DM auf wenigstens 285 DM erhöht werden konnten. Bei seinem Weggang aus Dinkelsbühl lagen die Gagen bei etwa 400 DM. Schlette berichtet in seinem oben zitierten Festvortrag, also schon zu seiner Landshuter Zeit, allerdings auch: „Es gibt in München und Frankfurt Agenturen, die Schauspieler vermitteln, und mir passiert es oft, wie auch in diesem Winter, als ich bei einem jungen Schauspieler anfragte, ob er zu mir nach Landshut käme, sagte er: ‚Es tut mir leid, ich habe vor drei Tagen nach Dinkelsbühl abgeschlossen.’ Und diese Abschlüsse werden von den Agenturen unterstützt dadurch, daß man dort darauf hinweist, daß es in Dinkelsbühl eine Metzgerei gibt, die diesen Leuten, die hierher kommen, das Leben leichter macht, und auch ich darf Frau Lechler, die dort sitzt, meinen ganz herzlichen Dank sagen. Sie hat’s möglich gemacht. Auch das ist einmalig, nicht nur in der Bundesrepublik, sondern, ich glaube, in der ganzen Welt.“ Die Rede war von regelmäßigen Fleisch- und Wurstspenden an die Schauspieler in der Metzgerei von Frau Lechler.
Das zweite große Anliegen war, das Theater in Zusammenarbeit mit Nachbarstädten auf eine geeignete rechtliche Grundlage zu stellen, eine Notwendigkeit, die auch von Seiten der Regierung von Mittelfranken immer wieder betont wurde, z.B. nach einer zu diesem Zweck anberaumten Sonderaufführung von Sartres „Die schmutzigen Hände“ vor geladenen Gästen Anfang 1962. Die Forderung wurde unterstützt durch positive Beurteilungen der Arbeit Schlettes; z.B. hatte ein hoher Vertreter der Regierung von Mittelfranken nach einem Besuch von Gogols „Die Heirat“ schon im Jahr 1960 festgestellt: „Die Aufführung (…) hinterließ einen sehr guten Eindruck, da die Spieler trotz der diesem Stück anhaftenden Schwierigkeiten die Charakteristic(!)a recht ordentlich herausstellten.“ (Anm. d. Red.: eigentlich nur Note 3 - )
Der Erfolg all dieser Bemühungen stellte sich erst Ende 1962 (19.12.1962) ein mit der Unterzeichnung eines Vertrages zwischen den Städten Dinkelsbühl, Donauwörth und Bad Windsheim. Das „Fränkisch-Schwäbische Städtetheater“ war geboren. „Das Burgschauspiel ist tot – Es lebe das Städtetheater“ titulierte die FLZ am folgenden Tag.
Zu den genannten Anfangsschwierig-keiten wird Schlette in einem Bericht der SZ über „Theater in Bayern“ Folge XI vom 22.07.60 so zitiert: „Wir sind sowas wie
eine Schmiere.“ Diese „Schmiere“ muß noch Anfang 1962 das Kultusministerium um einen Zuschuß von 3000 DM zum Ankauf eines „umfangreichen Fundus von Kostümen und Requisiten“ bei einer Firma Huber bitten. Die für die damalige Situation des Theaters aufschlußreiche Aufzählung der begehrten Ausstattungstücke geht von Kostümen und Perücken bis zu Schirmen und Stöcken.

Viel Lob für Schlette – die künstlerische Seite

Obwohl an dieser Stelle die lange Serie der Zeitungskritiken zu zitieren wäre, wollen wir auf nur einige, wie wir meinen, besonders treffende Würdigungen eingehen. Zunächst aber doch aus der FLZ aus Rothenburg eine späte Erkenntnis (20.04.1960): „Das Gastspiel des Burg-schauspiels Dinkelsbühl mit ‚Oberst Chabert’ von Hans Rehfisch ließ wieder einmal erkennen, wie viel Rothenburg mit dem seinerzeitigen Wegzug jener Schauspielergemeinschaft verloren hat. Die Aufführung war (…) bis in die feinste Nuancierung des Wortes ausgefeilt. (…) Klaus Schlette inszenierte das Schauspiel mit einer Feinfühligkeit, die ihn, wie auch bei seiner Rolle, auf jede noch so nebensächlich erscheinende Geste und Bewegung achten ließ.“
In „The German Quarterly“, der führenden Zeitschrift für deutsche Literatur und Kultur in den USA, (Heft 1, 1962) schrieb Professor Dr. Richard Exner: „Im letzten Sommer (…) führte mich der Zufall in eine Freilichtaufführung von Shakespeares ‚Hamlet’ in Dinkelsbühl. Dutzende von Omnibussen und Leute jeden Alters kommen, um die Gassen dieser Stadt an der Romantischen Straße zu durchstreifen. Vor Einbruch der Dunkelheit fahren die meisten wieder weiter, und nur wenige bleiben über Nacht. Diejenigen, die bleiben, bekommen gewöhnlich von ihren Hotels den Rat, daß sie sich wirklich das ‚Burgschauspiel’ ansehen sollten. Und sie täten gut daran, diesen Rat zu befolgen. – Eine Münchner Zeitung schrieb vor nicht allzu langer Zeit einen Artikel darüber mit dem Untertitel: ‚Wie man aus der Not einen vortrefflichen Shakespeare macht.’ ‚Not’ bedeutet hier Notdürftigkeit (Mangel) und Notwendigkeit. Die Notwendigkeit, d.h. der dazu notwendige Platz, besteht aus einem kleinen verunkrauteten Garten vor der alten Stadtmauer – das ist die Bühne. Hinter den Zuschauern, die auf etwa 100 Klappstühlen sitzen (…), ist ein Gasthaus, aus dem Schlager in die Nacht hinausdringen und manchmal einen seltsamen Gegensatz bilden zu dem, was gerade auf der ‚Bühne’ gesprochen wird. Die ‚Notdürftigkeit’, der Mangel, ist Mangel an Geld, an finanzieller Unterstützung. Ich will nicht behaupten, daß diese Verhältnisse notwendigerweise gute Theateraufführun-gen ermöglichen; aber sie haben das ‚Burgschauspiel’ ganz offenbar nicht davon abgehalten, eine Aufführung zu bieten, wie man sie selten anderswo findet. – Das Spiel fängt schon vor dem eigentlichen Aufführungsbeginn an. Man hört kurz vorher plötzlich einige Böllerschüsse, dann entsteht Lärm hinter dem Rücken der Zuschauer – die Schauspieler kommen! Sie kommen wirklich, auf einem kleinen pferdebespannten Thespiskarren mit Fackeln und etwas Musik; ein Banner wird geschwungen mit dem Namen des Stückes. Überall in der Stadt luden wundervolle Plakate ein, sich zu dem ‚gar wol geeygneten Garten am Wergang unter dicht belaubten Bäumen inzwischen gewaltigen Mauern mit Türmen und thoren, welche ir gut 763 jar nit ort und Platz gewechselt’, zu begeben. (…) Ich sah eine Aufführung, deren Exaktheit geradezu mustergültig war. (…) Kurz: Hier wird echtes Theater geboten, sommers wie winters (…), und es erscheint uns nur merkwürdig, daß noch niemand kam und die ganze Gruppe in eine Großstadt verpflanzte oder Schlette wegholte…“
K. Michel vom Bay-erischen Rundfunk beglückwünschte am 18.9.1962 Klaus Schlette folgendermaßen: „Schon längst wollte ich Ihnen sagen, wie sehr mich im Sommer die Aufführung von ‚Mutter Courage’ beeindruckt hat. Es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, es war wohl das nachhaltigste Theatererlebnis dieses Jahres. Das lag nicht nur an Brecht und an der Freilichtbühne, auch nicht nur an den Leistungen der Schauspieler, aber daran, daß alles so außerordentlich gut zusammenstimmte, und daran, daß hier eine vorzügliche Ensembleleistung geboten wurde.“
Ein beim Fernsehen tätiger Berliner namens Günther Richardt, der sich im übrigen über das schon von Exner kritisierte „Schlagerfestival“ zur Freilichtaufführung empört, schreibt am 13.8.1962 an den Bürgermeister der Stadt: „Die Aufführung hat mich sehr überzeugt (als Berliner habe ich die Möglichkeit, die Aufführung mit der des Berliner Ensembles zu vergleichen, und ich kann nur sagen, ich bedauere es nicht, daß ich die Reise nach Dinkelsbühl unternahm).“
Interessant ist, daß schon 1962, also acht Jahre vor der großen Demonstration zur Erhaltung des Theaters nach Schlettes Kündigung, Direktorat und Lehrerkollegium der Oberrealschule mit Gymnasium Dinkelsbühl in einem Leserbrief zur Lage des „Burgschauspiels“ Stellung nahmen und nachdrücklich den Wunsch unterstützten, „daß der Stadt Dinkelsbühl ihr Theater erhalten bleiben möge“. Der Idealismus der Schauspieler verdiene „die nachhaltige Unterstützung aller kulturell aufgeschlossenen Bürger“: „Wir hoffen, daß die verantwortlichen Kreise eine Lösung finden, die die berechtigten Forderungen des ‚Burgschauspiels’ erfüllt und das Ansehen Dinkelsbühls als einer geistig regen und zu Opfern bereiten Stadt aufrecht erhält.“
Die „nachhaltige Unterstützung“ von vielen Seiten hielt trotz aller Krisen bis heute an – nicht zuletzt durch Klaus Schlette.

   
 

Für Reservierungen hier die nötigen technischen Daten: Sudhaus an der Kunsthalle Würth,

74523 Schwäbisch Hall,Lange Straße 35/I,

Tel. 0791/94672-70, Fax 0791/94672-75,

sudhaus@wuerth.com

   
 
 
 
 
   
 
Von der Geschichte leben ?
 
Das Beispiel Dinkelsbühl
 
 
von Ernst-Otto Erhard
   
 
"Eine ebenso liebevolle wie kritische Diagnose" (Charivari)
   
 
€ 11,80
   
 
Erhältlich in allen Buchhandlungen Dinkelsbühls und beim Funkfeuer-Verlag, Am Anger 5, 91550 Dinkelsbühl, Tel.: 09851 / 5703112
   
 
-------------------------------------
-------------------------------------
 
 

© Funkfeuer-Dinkelsbuehl.de  E-Mail direkt