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Von der Schule in den Park
Berufsfachschüler auf dem Weg nach oben

 


„The Chefhupen“ ist eine junge, energiegeladene, aufstrebende Band aus Dinkelsbühl, die sich im September 2006 formiert hat. Sie besteht aus fünf kreativen, motivierten und versierten Musikern, deren musikalische Ursprünge in den unterschiedlichsten Stilistiken liegen. Genau dadurch entsteht ein aufregender Mix aus rockigen Riffs, funkigen Grooves und eingängigen Hooklines. Die Jungs verstehen sich darauf, mit qualitativ hochwertiger Musik und Spaß ihr Publikum zu begeistern.
Das ist der offizielle Text, den man auf http://chefhupen.de/ im Internet lesen kann.
Dazu gibt’s Hörproben ihrer Songs und Videomitschnitte, außerdem wird der Musikinteressierte über die aktuellen Termine informiert, damit er weiß, wann und wo die Band zu hören ist.
Wir, die Funkfeuerredaktion, waren neugierig, wer sich hinter den Chefhupen verbirgt und sind an einem schönen Freitagnachmittag in die Goldene Gans ausgerückt, um die Mitglieder der Band und ihren Manager dort zu einem Interview zu treffen.
...niemand kann dir sagen, was das Beste für dich ist,
das einzige, was zählt, ist, was du willst… (Song: Hart auf Hart)
...das ist Teil des Refrains eines der neuen Lieder, die die Band geschrieben hat, und könnte eigentlich so etwas wie ein Motto sein. Denn dass die Jungs wollen, das steht völlig außer Frage; alle sind durch und durch Musiker, und das merkt man einfach. Gerade sind sie dabei, in ihrem „Homestudio“ ihr neues Album aufzunehmen, was, so geben sie zu, nicht einfach ist. Hinter einer lose aufgestellten Zimmertür verbirgt sich, abgetrennt vom restlichen Raum, das Mikro, das durch eine Wolldecke gegen Geräusche von außen abgeschirmt wird (siehe Foto unten), damit bei den Aufnahmen ein möglichst gutes Ergebnis erzielt werden kann. Die kleine Kostprobe, die wir zu hören bekamen, lohnt diesen Aufwand, denn der o.g. Song ist einfach gigantisch.

Die Anfänge

„The Chefhupen“, das sind Wolfgang Morenz (Wolle), Akustikgitarre und Gesang, Chris Kilgenstein, E-Gitarre und Hintergrundgesang, Johannes Nebel, Bass und Hintergrundgesang, Markus (killer) Ambrosi, Schlagzeug und Florian Donaubauer, Keyboard und Hintergrundgesang. Der Name sei ein reiner Spaßname, der durch seine Originalität, so hätten sie festgestellt, in jedem Fall im Gedächtnis haften bleibt, weil jeder erst einmal stutzt. So ist der Wiedererkennungswert der Band nicht nur aufgrund ihrer Musik, sondern auch wegen des Namens gegeben.
Eigentlich ist die Band als eher zwangsweise zusammengewürfeltes Zufalls-produkt entstanden, als sogenannte Pflichtschulband. Zwangsweise deshalb, weil alle fünf Schüler bzw. manche inzwischen ehemalige Schüler der Berufsfachschule für Musik sind, die – ohne sich zu kennen – von einem ihrer Dozenten dazu auserkoren wurden, in einer Band zu spielen. Innerhalb eines Jahres, so die Vorgabe, sollte diese Band sich musikalisch zusammenfinden, mindestens fünf Songs schreiben und aufnehmen und diese zu Gehör bringen.
Der Vorteil war, dass sie sich auf Anhieb gut verstanden und, obwohl sie aus ziemlich unterschiedlichen Richtungen kamen, von Anfang an harmonierten – vielleicht aber auch gerade deshalb. Ihr Musikstil ist eine Mischung aus Rock, Pop und Funk. Jeder bringt die Elemente mit ein, die ihm am meisten liegen, angefangen von Jazz über Metal oder Pop der 80er Jahre.

Anliegen und Aussichten

Ein neuer Song entsteht meistens aus einem Grobgerüst und einer Idee, an der dann alle herumfeilen, bis es passt und der Song „rund“ klingt. Allerdings, so die Band, ist es oft auch Wolle, der bereits die Musik oder die Idee für einen Text im Kopf hat, und das ist dann natürlich bedeutend einfacher.
Die meisten Songs werden auf deutsch gesungen, denn das ist die Sprache, in der sie sich am besten ausdrücken können, allerdings ist auch der eine oder andere englische dabei, in jedem Fall sind alle Songs selbstgeschrieben und nicht gecovert.
Das Ziel ist immer, dass die Songs nicht nach 08/15 klingen sollen, es soll Neues dabei sein, vielleicht manchmal auch etwas schräg, aber letztendlich soll es immer hörbar bleiben.
Die Eltern, erzählen sie, seien von der Idee ihrer Sprösslinge, Musiker zu werden, nicht sofort und grundsätzlich begeistert gewesen. Schließlich sollte man doch erst einmal etwas Ordentliches lernen. Doch die fünf haben sich durchgesetzt und durch ihre Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik den ersten großen Schritt in Richtung Verwirklichung ihres Traums getan, nämlich mit der Musik später ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Dort aufgenommen zu werden, ist gar nicht so einfach; es gibt eine Aufnahmeprüfung, und dafür sollte man sein Instrument schon beherrschen; ebenfalls von großem Vorteil ist es, wenn man schon Banderfahrung mitbringt. Die Schule in Dinkelsbühl hat einen sehr guten Ruf, und man kann hier seinen Abschluss zum staatlich geprüften Musiklehrer machen. Für alle steht fest, dass sie sich anschließend an der Popakademie bzw. Jazzhochschule in Mannheim weiterbilden wollen, um auch in anderen für die Musik wichtigen Bereichen ausgebildet zu werden. Dabei darf aber nie die Band zu kurz kommen, das haben sich alle fest vorgenommen.

Erfolge

Letztes Jahr hat sich die Band an der NN Rockbühne beworben, wo sie im „Hir-schen“, einem angesagten Musikclub in Nürnberg, der ca. 900 Leute fasst, mit vier weiteren Bands ins Finale kamen und gewannen. Der Preis dieses Gewinns war ein Auftritt bei „Rock im Park“ in Nürnberg im Juni 2008, wo die Jungs in der Eisarena spielen dürfen.
„Zu gewinnen, das war echt geil; irgendwie war alles wie im Traum, und wir konnten es erst noch gar nicht richtig glauben.
...und außerdem war die Atmosphäre einfach gigantisch, der Sound, das Licht, die Bühne und auch die Leute, die da waren.“
Seit ihrem Sieg in Nürnberg hat die Band einen Manager, der ihnen das ganze Drumherum, das auf eine Band zukommt, abnimmt. Schnitzi, der mit bürgerlichem Namen Markus Schnitzenbaumer heißt, ist von „seinen“ Jungs einfach überzeugt und hat sie unter seine Fittiche genommen. Er organisiert Termine, z.B. auch dieses Interview, denn irgendeiner muss den Überblick behalten, wenn die anderen kreativ sind.
Für alle steht fest, dass „The Chefhupen“ weiter bestehen soll, denn die Jungs können sich nichts anderes vorstellen als Musik zu machen.
Andrea Mattausch


Anstehende Auftritte

28. März 2008 20:00
Lauschich; Nürnberg
29. März 2008 20:00
Newcomer Festival; Bernau
24. Mai 2008 15:00
Altstadtfest; Ansbach
06. Juni 2008 20:00
Stadtfest; Ilmenau, Thüringen
07. Juni 2008 15:00
Rock im Park - Club Stage;
Nürnberg

   
   
 
 
 
 
   
 
Von der Geschichte leben ?
 
Das Beispiel Dinkelsbühl
 
 
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